info@anwalt-zemann.de // 0221 - 953 50 20

Rufen Sie uns an!
0221 - 953 50 20

Jetzt unverbindlich anfragen:

0221 - 953 50 20

FAQ Berufs­unfähigkeits­versicherung

Aus welchen Gründen kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung Leistungen verweigern?

Die häufigsten Gründe, deretwegen die Versicherung die Leistung verweigern darf, sind falsche Angaben bei Vertragsabschluss und das Anzweifeln der Berufsunfähigkeit. Im ersteren Fall beruft die Versicherung sich auf die Pflicht des Versicherungsnehmers, wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Im zweiten Fall stützt sie sich auf Beweise, die belegen, dass der Versicherungsnehmer nicht berufsunfähig ist und somit kein Versicherungsfall vorliegt. Weitere im Versicherungsrecht verankerte Gründe sind der vorsätzlich herbeigeführte Schadensfall oder auch eine falsche Beschreibung der beruflichen Tätigkeit.

Meine Versicherung verlangt eine berufliche Tätigkeitsfeldbeschreibung – was tun?

Versicherer müssen das Risiko eines Schadensfalls kalkulieren – dafür ist es wichtig zu wissen, ob der Versicherungsnehmer einer riskanten Tätigkeit nachgeht. Auch die Höhe der Beiträge richtet sich nach dem ausgeübten Beruf. Eine Abfrage des Berufs ist durch das Versicherungsrecht gedeckt und erfolgt zum Teil in Form von Berufslisten, in die der Versicherte sich einordnen kann. Oftmals wird jedoch auch eine Tätigkeitsfeldbeschreibung gefordert. Diese sollte wahrheitsgemäß beantwortet werden, sonst kann es zu Problemen im Falle einer Berufsunfähigkeit kommen. Idealerweise ist die Beschreibung möglichst detailliert, damit die Versicherung im Nachhinein nicht behaupten kann, es sei eine falsche Beschreibung angegeben worden.

Ich habe einen Unfall erlitten. Was muss ich gegenüber meiner Versicherungen tun? Muss ich bestimmte Fristen beachten?

Ein Unfall muss der zuständigen Versicherung gemeldet werden, damit die Versicherungsansprüche gewährt bleiben. Hat der Unfall nichts mit der Versicherung zu tun, muss er nicht gemeldet werden – ein Schaden etwa, der kein Haftpflichtschaden ist, muss nicht an die Haftpflichtversicherung übermittelt werden. Ein zu spät gemeldeter Unfall kann zu Leistungseinbußen führen, da viele Versicherungen keine rückwirkenden Leistungen gewähren. In der Regel hat der Versicherte nach Eintritt des Versicherungsfalls 1 bis 3 Monate Zeit, die Versicherung zu informieren. Welche Frist Sie im konkreten Fall beachten müssen, geht aus den jeweiligen vertraglich festgeschriebenen Versicherungsbedingungen hervor – hierzu gibt es keine übergreifende Regelung im Versicherungsrecht. Es gilt jedoch der Grundsatz: Je eher, desto besser. Die Haftpflichtversicherung oder die Unfallversicherung zum Beispiel erfordern eine schnelle Meldung nach Bekanntwerden des Versicherungsfalls.

Meine Versicherung verweist auf Vorschädigungen – was tun?

Vorschädigungen sorgen dafür, dass eine neue Versicherung teurer wird oder nicht gewährt wird. Dennoch ist es keine Lösung, die Vorschädigungen zu verschweigen. Denn dies wäre eine Falschangabe, die dazu führen kann, dass die Versicherung die Leistung verweigert. Besser ist es, Versicherungen zu vergleichen. Je nach Versicherung werden Vorschädigungen unterschiedlich stark gewertet. Ein genauer Vergleich und Wechsel zu einem günstigeren Anbieter kann sich lohnen.

Wie erstellt man eine Schadensmeldung/einen Antrag auf Leistungen? Was muss hierbei beachtet werden?

Laut Versicherungsrecht muss eine Schadensmeldung innerhalb der vertraglich festgelegten Frist erfolgen. Ideal ist es, die Versicherung so früh wie möglich zu informieren, damit schnell gehandelt werden kann. Diese Frist beginnt in der Regel zu laufen, wenn der Schadensfall bekannt wird, was nicht mit dem Zeitpunkt des Eintritts des Schadens übereinstimmen muss. Eine Schadensmeldung muss außerdem den Schaden genau beschreiben und die Geschehnisse realistisch darstellen. Mögliche Zeugen sollten genannt werden, damit gegebenenfalls deren Aussagen einbezogen und überprüft werden können. Des Weiteren muss die Höhe des Schadens bei Bedarf durch einen Gutachter bestätigt werden, welcher von der Versicherung gestellt wird. Bei körperlichen Schäden sollten Sie immer ein Arzt aufsuchen. Dessen Bericht dient der Dokumentierung der Schäden und damit der Beweisführung.

Worauf muss man bei einem Vertragsschluss achten?

Im Versicherungsrecht ist geregelt, dass ein Versicherungsvertrag schriftlich geschlossen werden muss. Weiterhin müssen alle gefahrerheblichen Umstände bei Vertragsschluss angezeigt werden. Das sind alle Umstände, die die Wahrscheinlichkeit eines Schadens beeinflussen. Für Sie als Versicherten sind außerdem die vereinbarten Bedingungen wichtig. Ein sorgsamer Vergleich möglicher Versicherungen sollte daher vor Vertragsschluss vorgenommen werden, um die optimale Versicherung für den eigenen Bedarf zu finden. Auch Fristen, z.B. für den Schadensfall oder für eine Kündigung, sollten verglichen werden. Überprüfen Sie außerdem, ob es Möglichkeiten der Vertragsanpassung gibt, ohne dass der Vertrag gekündigt werden muss. Dies ist ein deutlicher Vorteil, da in diesem Fall keine erneute Prüfung der gefahrerheblichen Umstände vorgenommen werden muss.

Um dir auch in Zukunft das best­mögliche Nutzungs­erlebnis auf dieser Website bieten zu können, möchten wir Tracking-Dienste wie z. B. Google Analytics aktivieren, die Cookies nutzen, um dein Nutzer­verhalten anony­misiert zu speichern und zu analysieren. Dafür benötigen wir deine Zustimmung, die du jederzeit widerrufen kannst.
Mehr Informationen über die genutzten Dienste erhältst du in unserer Datenschutzerklärung.